Börsenstammtisch vom 17.05.2021

6. Geburtstag des BST – 6 Fragen – 6 Personen

(Der Schreiber / Gefragte wird immer zu Anfang genannt und ist in Fett- und Kursiv-druck genannt!)

Thomas Wanske:

Beim Börsenstammtisch – Geburtstag steht in „normalen Zeiten“ die Geselligkeit bei gemeinsamen Abendessen + Ehrengast im Vordergrund. So waren ein Kader – Tanzpaar, der Landrat u. Superintendent, sowie die NRW – Spargelkönigin zu Gast. Diesmal hätten wir gerne die Moderatorin Kristina Sterz zum Spargelbuffet begrüßt…. Plan B: 6. 🎂 Geburtstag / 6 Fragen / 6 Personen ❗Wir starten mit Siegfried Lux, als Bürgermeister, hätte er bei einer Präsenzveranstaltung mit einem Grußwort den Abend eröffnet. Er hat sich viel Zeit genommen u. meine 6 Fragen + Zusatzfrage sehr ausführlich beantwortet…., es folgen: Kathrin Koch, Nadine Obersundermeier, Rita Strieguns, Iwo Koslowsky & Stephen Paul, MdL, + Zusatzfrage…
Los geht’s….

Siegfried Lux:

Hallo Thomas,

habe etwas ausführlicher geantwortet, da Du zum Umfang nichts gesagt hast. Wir können aber gerne nochmal telefonieren.

Viele Grüße 

Siggi

Betreff: Börsenstammtisch – Antworten

Hallo  Siggi, zu den  6 Fragen, hier noch eine Zusatzfrage: lm Wahlkampf hast du auf die Frage: Was ist die erste Amtshandlung als neuer Bürgermeister? – „Ich fürchte es wird Corona sein“, geantwortet. 

Sind deine Befürchtungen übertroffen worden? Rödinghausen war über die Sommermonate immerhin 15 Wochen coronafrei…

Befürchtungen hin – Befürchtungen her: Das letzte Jahr, die letzten Monate, Wochen und auch Tage zeigen deutlich: Oft entstehen Wege erst, wenn man sie geht. Philosoph und Schriftsteller Sören Kierkegaard sagt es sehr treffend: Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber vorwärts gelebt werden.

Vor einem Jahr hätten wir uns nicht vorstellen können, wo wir heute stehen. Nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch weil Wandel und Veränderung uns immer neu fordern. 

Diesen Herausforderungen ist nicht mit den herkömmlichen Werkzeugen beizukommen, sondern es müssen Ad-hoc-Lösungen gefunden, erprobt und – falls überzeugend – zur dauerhaft leistbaren Lösung entwickelt werden. „Sollte, Hätte, würde, könnte“ führen nicht zum Ziel. Die pragmatische Devise heißt deshalb einfach: MACHEN !

Man kann sich natürlich über viele Dinge, die nicht optimal laufen und gelaufen sind beschweren und die Flexibilität von Politik und Verwaltung in Frage stellen, aber zum Ende hin, tragen wir alle selbst die Verantwortung für unser TUN und HANDELN. Ich bin der Meinung, dass Solidarität und praktische Hilfeleistung mit und für die Schwächeren in unserer Gesellschaft genau das ist, was uns auch weiter-hin und zukünftig auszeichnen sollte. Jeder sollte dort ins Rad greifen, wo er seine individuelle Stärke zum Einsatz bringen kann. Sich zu entpflichten und nur auf seine Rechte zu pochen führt zur Spaltung in unserer Gesellschaft. Auch wenn diese Spalter bis jetzt noch in der Minderheit sind, ihre Lautstärke hat doch mittlerweile sehr deutlich zugenommen. Deshalb ist jetzt ein Gegengewicht, das vom Gemeinsinn geprägt und auf Unterstützung der Hilfebedürftigen ausgerichtet ist, heute wichtiger denn je. 

Dafür trete ich gerne mit meiner ganzen Kraft ein – und lieber mit Mut und Optimismus, als mit Befürchtungen und Anklagen. Das viele Menschen in Rödinghausen ähnlich denken und handeln macht mich froh. 

Corona bestimmt unser Leben, wächst in der Krise der Zusammenhalt in der Gesellschaft oder beobachtest du eher das Gegenteil, so nach dem Motto: wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht❓ 

Dass in den sogenannten sozialen Netzwerken manche Menschen enthemmt ihren Frust abladen, andere Personen angreifen, diffamieren oder beleidigen, ist seit längerer Zeit leider traurige Realität geworden und ich bedaure diesen Ton und diese Entwicklung sehr und je länger CORONA und die harten Beschränkungen für die Menschen andauern, umso schlimmer und extremer wird auch der Ton untereinander. Auch die Schneestürme des Frühjahrs haben noch einmal gezeigt, dass die Nerven bei einigen unserer Mitmenschen doch schon sehr blank liegen. 

Hier haben sich die Verwaltungsspitzen im Kreis Herford jedoch schon einmal sehr deutlich geäußert und eine höhere Wertschätzung für die Hilfs- und Ordnungskräfte und für die Lebensretter im Dienst der Öffentlichkeit eingefordert und sich solidarisiert. 

Waren das immer nur Einzelfälle? Nein leider nicht und das macht schon nachdenklich und gibt auch ein Stück weit Anlass zur Besorgnis. Aber auch hier geht noch extremer: Im Messenger-Dienst TELEGRAM kursieren laut einer Warnung des Bundeskriminalamtes (BKA) Todesdrohungen gegen Bundestagsabgeordnete, die z. B.  für die  „Corona-Notbremse“ gestimmt haben. UNGLAUBLICH. Unser Bundespräsident nahm diese Vorkommnisse zum Anlass, um sich in breiter Öffentlichkeit vor die Menschen zu stellen, die aufgrund ihres Amtes und der damit erforderlichen Meinungs-äußerungen zur Zielscheibe von Anfeindungen und Diffamierungen geworden sind. 

Ich empfinde es als eine absolut positive Errungenschaft unserer örtlichen Gemeinschaft hier in Rödinghausen, dass wir derartig bereits übliche Anfeindungen nur sehr selten erleben müssen und es ist schön, dass auch in den Neuen Medien immer mehr Menschen aufstehen und zur Mäßigung im Umgangston und gegen Radikalität aufrufen und eintreten. Danke dafür – auch das macht MUT für die Zukunft.

Leider gibt es z. Z. aktuell noch zu viele Infizierte bei uns im Kreis. Die Zeit ist deshalb für wirklich richtungsweisende Lockerungen noch nicht ganz reif. Mit allerdings einem sichtbaren Hoffnungs-schimmer: Das Impfen hat Tempo aufgenommen. Knapp jeder dritte Mensch im Kreis Herford hat nun schon mindestens eine Impfung bekommen. 

Das lässt hoffen und gibt Mut und Zuversicht für die kommende Zeit. Bessere Zeiten sind deutlich in Sicht. Mit Impfungen und Tests geht es jetzt in eine hoffentlich wieder erstarkende Normalität. 

Bist du bislang gesund durch die Pandemie gekommen❓

Die komplizierten Strukturen des förderalen Staates führen zu ermüdenden Debatten und experimentellen Sonderwegen. Das europäische System wirkt langsam und in Hinsicht auf die Impfstoff-Bestellung schwerfällig. Doch wollen wir mit Brasilien und Corona-Leugner Bolsonaro tauschen? Wollen wir ein Regime wie in China, das erst die Wohnungen mit Brettern zunagelt und Bürger auf Schritt und Tritt überwacht, um dann wieder den Wirtschafts-Turbo anzuwerfen? 

Wollen wir Zustände wie in England und Irland, wo Mutationen in den Lockdown-Lücken wüten? 

Was wäre gewesen, hätten wir wegen unserer Ungeduld einen unausgegorenen Impfstoff bekommen? Empfohlen sei zudem ein Blick auf jene armen Länder ohne Lobby, die wieder mal dem Chaos anheimfallen. Globale Krisen verlangen globale Antworten – und eine gerechte Impfstoffverteilung! 

Geduld, Disziplin und ein optimistischer Blick auf den Silberstreif am Horizont sind jetzt erste Bürgerpflicht. Dazu noch ein freundliches Wort und Unterstützung für alle, die sich professionell an der Impf-Front, in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie in allen systemrelevanten Diensten Tag für Tag abmühen. Wir schaffen das! Für mich ist diese Zeit nicht das, was ich mir in dieser Ausprägung je hätte vorstellen können, aber es erlaubt mir doch auch, im einen oder anderen Fall Inne zu halten und zu schauen, was wirklich wichtig ist im Leben oder besser, was mir persönlich wichtig ist. Gesundheitlich habe ich die Zeit bisher ohne Ansteckung erleben dürfen. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

Wie sieht’s in Punkto Virus beruflich aus – Kurzarbeit oder Mehrbelastung ❓

Die Belastung durch COVID-19 und die sich daraus ergebenden Folgen und Maßnahmen sind schon sehr groß und prägen einen nicht unerheblichen Teil des beruflichen, aber auch privaten Alltages. Natürlich fallen aber auch andere Dinge, die sonst regelmäßig vorkommen, weg oder werden verschoben. Trotzdem ist die Belastung doch schon sehr hoch und – ganz ehrlich – dieser VIRUS macht etwas mit uns allen. 

Trotzdem sehe ich mein Glas häufig eher “halbvoll“ – ich bin halt gerne auch optimistisch unterwegs – und da gibt es natürlich immer auch zwei Seiten einer Medaille. Und Fehler passieren überall – natürlich auch bei mir. Wichtig ist für mich nur, wie wir dann damit umgehen und ob wir zu dem stehen, was wir gemacht haben. 

Und wenn man dann mit dem was man gut kann tatsächlich irgendwie helfen kann oder gebraucht wird und engagiert sein kann, dann kann und sollte das am Ende des Tages doch auch ein Stückweit Zufriedenheit bringen. 

Welchen Stellenwert spielen Firmenbeteiligungen, sprich Aktien in deiner Vermögensplanung ❓

Der in den vergangenen Jahrzehnten üblicher Ausgleich des Inflationsverlustes durch den Zins gibt es heute so gut wie gar nicht mehr oder ist leider nur noch über hochriskante Anlagepapiere abzubilden. Sparende werden heutzutage immer häufiger über Minus-Zinsen oder Verwahr-Entgelte zur Kasse gebeten und somit wird das vorhandene Kapital immer weniger – nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch ein deutlich durchgängig feststellbarer Prozess mit dem Ergebnis einer schleichenden Enteignung des privaten Sparkapitals.

Gerade deswegen wird man mehr denn je um eine vernünftige Finanzanalyse der eigenen Vermögensverhältnisse nicht herumkommen, um dann abschätzend zu planen und Liquidität, Fälligkeiten, Anlagehorizont, aber auch die eigene Risikobereitschaft abzuwägen und realistisch einzuschätzen.

Früher galt immer, dass eine ausgewogenes Anlagestreuung im Bereich Laufzeit, Anlageform und auch die Anlagestruktur einen nachhaltigen Anlageerfolg ausmachen. Das hat sich auch bis heute nicht verändert. Gerade jetzt ist eine professionelle Analyse hilfreicher denn je.

Die nachgefragten Beteiligung am Produktivkapital ist gerade auch in der heutigen Situation eine absolut gangbare und auch nötige Möglichkeit, um einer heimlich fortschreitenden Enteignung des Sparers entgegenzuwirken. Für mich also im eigenen Anlagegefüge unverzichtbar. 

Eine breite Streuung z.B. in Fondsanlagen mit entsprechendem Anteil am Produktivkapital ist dabei vielfach eine kostengünstige Möglichkeit und meist sogar günstiger, als die Direktanlage in z.B. Aktien – aber auch hier sind immer die individuellen Möglichkeiten in Abhängigkeit von der Anlagehöhe ausschlaggebend und zu prüfen. Hier gilt wie überall: Kosten prüfen und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und genügend Liquidität für kurzfristige Anschaffungen und Unvorhergesehenes einplanen. 

Hat Corona auch etwas positives bewirkt, eventuell ein neues Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit❓

Ich habe mir persönlich vorgenommen jeden Tag ein wenig mehr Zeit für mich selbst einzuplanen, um innezuhalten, nachzudenken und in mein persönliches Wachstum zu investieren, zu meditieren und dabei ganz bewusst etwas für die Gesundheit zu tun. Bewegung und Ernährung heißen dabei die Zauberworte und ich habe festgestellt, wie wundervoll es ist hier bei uns in Rödinghausen die freie Natur in vollen Zügen zu genießen. 

Sich mal wieder in wichtigen Lebenskompetenzen wie Dankbarkeit, Selbstreflexion, eine tägliche Zielsetzung und Optimismus zu üben ist in dieser verrückten Zeit gar nicht so abwegig. Und dass beinhaltet auch das Nachdenken über anregende Fragen wie: “Was hast du gelernt?“ oder auch „Was hast du für jemanden getan? oder umgekehrt „Wer hat mir etwas Gutes getan?“ und habe ich das bewusst und dankbar angenommen? Man ist da manchmal schon überrascht. 

Die neu entstandene digitale Kommunikation mit Familie, Verwandtschaft und Freunden in ganz Deutschland ist  für mich ein weiterer positiver Aspekte, der in den letzten anderthalb Jahren durch CORONA deutlich mehr Fahrt aufgenommen hat. 

Eine absolut wichtige Erkenntnis für mich war und ist auch:  Wir können unvorstellbar viel erreichen, wenn wir es zusammen wollen – dann wird auch unmöglich Geglaubtes möglich werden. Hier sprechen die unvorstellbar hohen Rettungsschirm-Summen, die für Stützungs- und Fördermaßnahmen zur Verfügung gestellt werden, eine deutliche Sprache. 

In Schulnoten selbst bewertet, wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Gesamtsituation❓

In den winterlichen und von der bedrückenden Schließung des öffentlichen Lebens beeinträchtigten letzten Monate herrschte in der öffentlichen Debatte zunehmend ein grauer und immer angespannter wirkender Nörgelton vor. Unzufriedenheit mit und Vertrauensverlust in die Bundes- und Landespolitik waren die Treiber, der die ohnehin schon schwierige Hängepartie zwischen Ungeduld, Aufbruchswillen und dem Trübsinn des Stillstands nicht gerade erleichtert hat. 

Als wir uns dann eine individuelle und kreisweite Strategie überlegt hatten, die auf Impfung und Testungen abgehoben hatte – kamen wir leider nicht als Modellregion an den Start, aber dafür wurden die Querdenker und laut auftretenden Testgegner – deutlicher und lauter und manchmal sehr befremdlich in der Wort- und Auswahl ihrer Demonstrations-Hilfsmittel. Die dort häufig benutzte und teilweise sehr geschichtsvergessenen Symbolik hat mich manchmal sehr erschrocken und nachdenklich gestimmt. Von vielen Mitläufern bei diesen Aktionen hätte ich mir da schon deutlich mehr Nachdenken gewünscht – auch in Bezug auf Ursache und Wirkung.

Mir ging dann doch sehr oft durch den Kopf: „Wer von diesen Nörglern und Unzufriedenen hat daheim auf dem Schreibtisch, im Aktenkoffer oder -Schrank die Blaupause für den allein gangbaren und den Schwachen schutzbietenden Weg aus dieser Pandemie, eine Pandemie, wie sie die Welt in dieser Dimension – seit der Spanischen Grippe vor 100 Jahren – nicht annähernd erlebt hat? 

Und eins ist auch klar – wer würde denn tatsächlich ernsthaft in Deutschland mit jenen Bundes- und Landes-Politikern und Ministerpräsidenten tauschen wollen, die Tag für Tag Entscheidungen fällen müssen, die über Schicksale oder natürlich auch über Leben und Tod entscheiden und dabei die Abwägung der garantierten Verfassungsrechte im Auge behalten müssen. 

Gerne wird hier immer die Quadratur des Kreises gefordert und häufig auf die eigenen mir zustehenden Rechte gepocht. In unserer gewohnten Konsumhaltung werden Pflichten nicht bei der eigenen Person gesucht, sondern natürlich auch gerne darauf verwiesen, dass die SACHE mit der Pflicht doch wohl eher beim Staat und seinen Dienern zu suchen ist und dort auch einforderbar hinterlegt ist – und zwar für alle gerecht und unmittelbar wirksam.

Manche begründen und legitimieren ihre jetzt einforderte EIGENE ENTPFLICHTUNG damit, dass sie jetzt doch schon über ein Jahr auf eine ihnen zustehende Lösung warten müssen und es brauche doch wohl jetzt nicht auch noch Rücksichtnahme auf irgendeinen Nächsten! 

Bundesgesundheitsminister Spahn, mit dem ich eher nicht immer einverstanden bin, hat zu Beginn der Corona-Katastrophe völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass wir uns am Ende dieser Krise möglicherweise Fehler verzeihen müssen. Weil auch der erfahrenste Krisenmanager in diesen Zeiten nicht definitiv wissen kann, ob seine Entscheidung langfristig richtig oder doch falsch oder fatal ist. 

Und ja – auch ich möchte so gerne ein bisschen Normalität und Unbeschwertheit zurück. Möchte persönlich und offen mit meinen Mitmenschen sprechen dürfen und in den Arm nehmen und in den Arm genommen werden. 

Das geht nun einmal zur Zeit eher nicht und auch noch nicht von heute auf morgen! Trotz aller Härten kann ich für mich aber nicht behaupten, dass es mir hier in meinem Heimatort Rödinghausen schlecht geht. Nein ! Das wäre jammern auf hohem Niveau. Trotzdem – es bleibt erstmal bei einem VERZICHT – jedenfalls für eine – meiner festen Ansicht nach – jetzt schon doch nur noch sehr überschaubare Zeit.

Ja – tatsächlich noch einmal VERZICHT! Sind Sie – seid ihr dazu nochmal bereit und mit dabei? Das wäre wirklich klasse! Die Pandemie ist kein Sprint, sondern wie so oft zitiert ein Marathonlauf, aber wir biegen gerade auf der Zielgeraden ein.

Dann haben wir es fast geschafft. Und jetzt reißen wir uns noch einmal richtig gut zusammen, auch wenn wir schon echt müde und erschöpft sind und auf dem Zahnfleisch gehen! 

Dann verdienen wir uns alle zu Recht mindestens in der Schulnote eine 2+ oder gar eine 1* mit Sternchen…    …aber sicher wieder eine GUTE GESUNDHEIT !

„Auf bessere Zeiten und… …bleibt mir bitte alle gesund!“

Viele Grüße Siegfried

Kathrin Koch:

Hier die 6 Fragen:
Corona bestimmt unser Leben, wächst in der Krise der Zusammenhalt in der Gesellschaft oder beobachtest du eher das Gegenteil, so nach dem Motto: wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht❓
Ich denke am Anfang war der Zusammenhalt noch deutlich stärker als derzeit . Ich bemerke bei mir selbst, meinem Umfeld und auf der Arbeit eine gewisse „Corona Müdigkeit „ und eine Art von demotivation. Möglicherweise auch Angst vor der Zukunft und wie es weitergehen soll. Diese Ungewissheit steigt und die Hoffnung dass es besser wird und irgendwann Normalität einkehrt schwindet von Tag zu Tag.

Bist du bislang gesund durch die Pandemie gekommen❓
Ja zum Glück schon und auch meine Familie , Kollegen und Freunde sind bisher verschont geblieben oder wieder komplett genesen.

Wie sieht’s in Punkto Virus beruflich aus – Kurzarbeit oder Mehrbelastung ❓
Also von „Entschleunigung“ wegen Corona kann nicht die Rede sein. Am Anfang der Krise hatten unsere Filialen 2 und 3 Monate zu. Daher war es etwas ruhiger. Natürlich waren dann vermehrt Anrufe und Mails zu verzeichnen. Jetzt jedoch ist es vom Aufkommen wie vor der Krise .

Welchen Stellenwert spielen Firmenbeteiligungen, sprich Aktien in deiner Vermögensplanung ❓
In meiner persönlichen Planung sind Aktien und Aktienfonds, aber auch Rentenfonds und Immobilien ein unbedingter Bestandteil. Ich stelle mich breit auf und agiere so wie ich es auch meinen Kunden empfehle . Ich spare monatlich und nutze so den Cost Average Effekt in Sachen Fonds. Nebenbei kaufe ich hier und da mal Aktien von Unternehmen die aus meiner Sicht Potenzial haben.

Hat Corona auch etwas positives bewirkt, eventuell ein neues Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit ❓
Das kann ich für mich persönlich nicht sagen. Corona hat mir eher Hobbies geraubt wie das heissgeliebte Fitnessstudio oder Treffen mit meinen Freundinnen etc. Das einzig positive wäre demnach weniger Freizeitstress…

selbst bewertet, wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Gesamtsituation ❓
Da möchte ich mich ungern festlegen. Ich kann mich sehr sehr glücklich schätzen, dass ich gesund bin und einen sicheren Job habe, Freunde und Familie und natürlich meinen Hund 🐶 da geht es anderen deutlich schlechter und das tut mir leid .von daher möchte ich da keine Note geben.

Nadine Obersundermeier:

1. Meiner Meinung nach lässt sich das so pauschal nicht beantworten, weil die Gesellschaft doch sehr heterogen ist. Aber ich glaube, dass die Mehrheit der Menschen die bisher gelebten Werte und Lebensziele infrage stellt und für sich überprüft, ob der jetzige Lebensweg noch der Richtige ist. Ich kenne einige, die dadurch den Wunsch nach Veränderung spüren.
2. Ja
3. Die Pandemie hat die Digitalisierung in vielen Bereichen rasant beschleunigt. So erschien die Arbeit im Homeoffice nicht umsetzbar. Aber in der Not belehrt die Erfahrung viele Arbeitgeber eines Besseren. Dann ist vieles doch gar nicht so unmöglich und kompliziert wie gedacht. Das finde ich toll!
4. Einen sehr großen, daher bin ich unendlich froh, dass es den Börsenstammtisch gibt. By the way: Danke Thomas, dass Du das alles so toll für uns organisierst!
5. Ja, definitiv! Neben der Familie sind mir gute und authentische Freundschaften noch wichtiger geworden. Außerdem investiere ich sehr viel Zeit in den Aufbau von Wissen und lese sehr viel.
6. Das ist eine gute Frage. Je länger die Pandemie andauert, je schlechter werden meine Noten. Zurzeit wäre es eine 5.

Rita Strieguns:

Hier die 6 Fragen:
Corona bestimmt unser Leben, wächst in der Krise der Zusammenhalt in der Gesellschaft oder beobachtest du eher das Gegenteil, so nach dem Motto: wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht❓ Bist du bislang gesund durch die Pandemie gekommen❓Wie sieht’s in Punkto Virus beruflich aus – Kurzarbeit oder Mehrbelastung ❓Welchen Stellenwert spielen Firmenbeteiligungen, sprich Aktien in deiner Vermögensplanung ❓Hat Corona auch etwas positives bewirkt, eventuell ein neues Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit ❓In Schulnoten selbst bewertet, wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Gesamtsituation ❓

Als Rentnerin bin ich in der eher komfortablen Lage, nur für lfd. Einkäufe aus dem Haus zu müssen. Meine werktäglich. Sportkreise usw. ruhen alle – zu wenig Bewegung, geringere Inf.Gefahr. Wir sehen uns nur noch ‚hier‘. Zuhause kann man etwas nachholen. Bisher sind wir gesund geblieben.
Vermögen splanung ist offen, Gesamtsituation 2,5.

Iwo Koslowsky:

Corona bestimmt unser Leben, wächst in der Krise der Zusammenhalt in der Gesellschaft oder beobachtest du eher das Gegenteil, so nach dem Motto: wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht❓
Ich sehe eher, dass die Polarisierung zunimmt. Aus meiner Sicht tut die Politik auch alles dafür. Anstatt konstruktive Lösungsansätze aktiv zu finden und diese zu unterstützen wird jedes Projekt konsequent gegen die Wand gefahren. Siehe Impfstoffbeschaffung, Digitalisierung, Bürokratieabbau, Steuern etc. Das schadet dem Wohlstand in unserem Land und führt zu einer Mehrbelastung der jüngeren Generation in der Zukunft.

Bist du bislang gesund durch die Pandemie gekommen❓
Ja. Alles gut soweit.

Wie sieht’s in Punkto Virus beruflich aus – Kurzarbeit oder Mehrbelastung ❓
Aufgrund der Tatsache, dass viele Händler jetzt Online Shops haben wollen, etwas mehr 😉

Welchen Stellenwert spielen Firmenbeteiligungen, sprich Aktien in deiner Vermögensplanung ❓
Aktuell keine große … aber ich überlege, wenn Bitcoin weiterhin gut läuft bis Jahresende etwas zu diversifizieren.

Hat Corona auch etwas positives bewirkt, eventuell ein neues Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit ❓
Mehr Sport (Laufen, Wandern) 😉

In Schulnoten selbst bewertet, wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Gesamtsituation ❓
2

Stephen Paul:

Hallo Thomas,
gerne beantworte ich Deine Fragen.

Corona bestimmt unser Leben, wächst in der Krise der Zusammenhalt in der Gesellschaft oder beobachtest du eher das Gegenteil, so nach dem Motto: wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht❓

Es gibt spürbare Zeichen der Aufmerksamkeit füreinander und des Zusammenhalts. Ebenso wie es Anzeichen für eine zunehmende Gereiztheit und der Polarisierung gibt. Ich erkenne also beides.

Bist du bislang gesund durch die Pandemie gekommen❓

Ja, Gottseidank.

Wie sieht’s in Punkto Virus beruflich aus – Kurzarbeit oder Mehrbelastung❓

Wir im Landtag NRW bemühen uns, dass Volksvertretung und demokratische Kontrolle der Regierenden auch in Zeiten der Pandemie gewährleistet sind. Es ist eher mehr zu tun.

Welchen Stellenwert spielen Firmenbeteiligungen, sprich Aktien in deiner Vermögensplanung ❓

Einen hohen Stellenwert.

Hat Corona auch etwas positives bewirkt, eventuell ein neues Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit ❓

Ich habe mir die Bedürfnisse anderer, etwa unserer Kinder, aber auch der Älteren in der Familie, noch bewusster gemacht.

In Schulnoten selbst bewertet, wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Gesamtsituation ❓

gut.

Stephen, du bist Landtagsabgeordneter in Düsseldorf u. gehörst der regierenden Partei in NRW an. Guckst du durch die ganzen sich ständig ändernden und mitunter widersprüchlichen Corona-Regeln noch durch ❓

Der zunehmende Bestand an Regelungen erschwert die Übersicht. Als Freier Demokrat wünsche ich mir einfachere, widerspruchsfreie Regeln, die wirksam sind. Wer, so wie ich auch manchmal, nicht mehr weiter weiß, schaue bitte auf https://www.land.nrw/corona nach.
Herzlichen Gruß und bleibe wohlauf,
Stephen

Allen Mitgliedern und Dir als Vorsitzendem des Börsenstammtischs möchte ich zum 6-jährigen Jubiläum meinen Glückwunsch aussprechen. Bleibt aktiv! 👍👍
Lieber Stephen, vielen Dank für deine informativen Antworten. Damit habe ich für Montag alles am Start. Sonntag bekam ich die 1. Impfung (Biontech) und war positiv überrascht, wie es im Impfzentrum des Kreises Herford voran geht. Der Landrat hat seinen Laden offensichtlich im Griff. Beste Grüße nach Düsseldorf, sendet Thomas
Herzlichen Dank Thomas! Ja, läuft gut bei uns im Kreis Herford.
Dir ein erholsames Wochenende,
Stephen

Thomas Wanske:

Ende ❗🙋🏻‍♂️🥂💰

Dieses ist die Wiedergabe des Börsenstammtisch WhatsApp – Chatverlauf vom Montag, dem 17.05.2021, von 18:00 Uhr bis ca. 18:14 Uhr. Aussagen und Meinungen stammen von den über den Antworten in Fett und Kursiv stehenden Personen.